Testbericht über die DJI Osmo Pocket

Dji Osmo Pocket im Test

Die Mischung aus einer GoPro und dem aktuell kleinsten Gimbal der Welt hat es mir angetan. Einfach auf den Startknopf drücken und loslegen. Ein Gadget für Dummies – und das ist nicht despektierlich gemeint. So intuitiv in der Handhabung sollten alle elektronischen Geräte sein.

Der chinesische Technologiekonzern DJi stellt seit 2006 unter anderem Drohnen und Gimbals her. Ein Gimbal ist eine kardanische Aufhängung. Die Kamera wird an ein Gestell mit zwei sich schneidenden zueinander rechtwinkligen Drehlagern aufgehängt. Das verleiht der Kamera Stabilität und gibt der Neigung der Umgebung nicht nach. So viel zur Theorie.

Mich haben schon einige Gimbals begleitet. Das Befestigen des Smartphones oder der GoPro und das anschliessende Ausrichten empfand ich immer als zeit- und nervenaufreibend. Mit der DJi Osmo Pocket fällt das weg. Die Kamera ist ins Gimbal integriert und sie richtet sich beim Start automatisch aus.

Der Lightningstecker ist für das Smartphone gemacht.

Wer das Gefühl hat, der Bildschirm sei zu klein, kann ich beruhigen: Mittels Lightning-Stecker lässt sich das Gerät mühelos ans Smartphone andocken. Die dazugehörige App lud ich kostenlos aus dem App Store herunter. Auch ist die App intuitiv bedienbar, und sie hat diverse Lernvideos integriert, die mir wertvolle Tipps und Tricks geliefert haben.

Auch wenn das Gimbal mit der Kamera ein Leichtgewicht von 116 Gramm und die Ausmasse von 121,9 x 36,9 x 28,6 mm klein sind, die technischen Daten lassen sich sehen:

Sensor 1/2.3” CMOS
12M Pixels
Maximale Bildgrösse 4000×3000 Pixels
Foto-Modi Single Shot; Panorama; Timelapse; Motionlapse
Video Resolution 4K Ultra HD: 3840×2160 24/25/30/48/50/60p
FHD: 1920×1080 24/25/30/48/50/60/120p
Video-Modi Auto; Slow Motion
Maximale Video-Bitrate 100 Mbps

 

Der Akku hat bei mir rund 120 Minuten gehalten. Gemäss Hersteller sollen es 140 Minuten bei Videoaufnahmen mit 1080p/30 fps sein. Die Ladedauer liegt bei rund 70 Minuten. Der einzige Wertmutstropfen ist die 4k-Videoauflösung. Da ist die GoPro Hero 7 mit 5k klar im Vorteil. Aber ganz ehrlich, tragisch ist anders.

Der Preis von 399 Franken (je nach Anbieter leicht unterschiedlich) ist aus meiner Sicht gerechtfertigt.
Eine GoPro Hero 7 kostet um die 350 Franken und das passende Gimbal dazu ebenfalls rund 350 Franken.

Für Hobbyfilmer und Gadget-Queens kann ich die DJi Osmo wärmstens empfehlen. Sie macht grossen Spass und den Anwendungsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt.

Als ich kürzlich in Arosa beim Skifahren war, habe ich die DJj Osmo mitgenommen. Sie hat wunderbar in der Tasche des Skianzuges Platz - auch dies ein riesiges Plus gegenüber einem herkömmlichen Gimbal.

Der 40-jährige Sessellift auf das Brüggerhorn wird 2019 erneuert. Ein Grund, die gemütliche 10-Minuten-Fahrt als schöne Erinnerung zu filmen. Selbstverständlich habe ich den Film mittels Zeitraffer auf 1,24 Minuten gekürzt. 😉

Viel Spass!

3 Kommentare

  1. Veröffentlich von Martin @pokipsie Rechsteiner am 2. April 2019 um 16:57

    Du hast recht, das kompakte Gimbal macht es auch Anfängern einfach ein zu steigen in die wunderbare Welt des Filmes. Dennoch finde ich braucht es doch noch einiges an Geschicktheit, ein bisschen Talent und vor allem auch Übung, bis die gemachten Aufnahmen dann auch zeigbar sind.
    Aber wenn man es mal draussen hat mit den drei verschiedenen Modis macht das ganze sehr viel spass. Ich gehe mittlerweile nicht mehr ohne den kleinen Gimbal aus dem Haus.

    • Veröffentlich von Lea Grossmann am 2. April 2019 um 17:02

      Danke für deinen Input. Du hast recht. Ein wenig Geschicklichkeit und Übung braucht es schon. Auf jeden Fall gehe ich auch nicht mehr ohne sie aus dem Haus. 🙂

      • Veröffentlich von Martin @pokipsie Rechsteiner am 3. April 2019 um 07:53

        Dann hoff ich doch, das wir uns bald wiedermal sehen, dann hat mein Osmo einen Spielkameraden/in

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